Lehrmethodik
Methodik
Seit Jahren ist die so genannte PPP (Presentation, Practice, Production) Methodik das bevorzugte Model im Sprachunterricht. In 1998 beschrieb Jeremy Harmer in seinem Buch „How to teach Englisch“ eine andere Vorgehensweise – ESA (Engage, Study, Activate).
Die PPP-Methodik teilt sich in drei Phasen. In der ersten Phase präsentiert der Lehrer den Lehrstoff (die Zielsprache) in Form von „Fragen und Antworten“. Dabei versucht der Lehrer herauszufinden, was der Schüler schon weiß um Wissenslücken zu schließen. Danach bekommt der Schüler eine strukturierte Aufgabe, wo er das Erlernte üben kann. Die Aufgabe soll mündlich sein, damit der Schüler so viel sprechen kann (Talk Time), wie möglich. In der Produktionsphase nutzt der Schüler die Zielsprache, um über sich selbst zu erzählen. Der Schüler geht also von kontrollierter zur wenig kontrollierten Sprachproduktion.
Die ESA Methodik ist ähnlich, aber viel flexibler und besteht aus drei Elementen – Engagieren, Studieren, Aktivieren (Engage, Study, Activate).
In der Engagementphase versucht der Lehrer das Interesse bei den Schülern zu erwecken durch z.B. das Erzählen einer dramatischen Geschichte oder Anekdote, oder durch das Zeigen eines Videofilms oder interessanten Bildes. Das Ziel ist es, die Aufmerksamkeit und Interesse der Schüler zu halten. Die PPP Methodik geht davon aus, dass der Schüler motiviert zum Lernen ist, was nicht immer der Fall ist.
Die Aktivitäten in der Studienphase fokussieren auf die Sprache oder Informationen. Mit dem Lehrer führt der Schüler z.B. eine Diskussion oder er liest Texte mit ihm zusammen über ein gewisses Thema.
Aufgaben oder Aktivitäten in der Aktivierungsphase sind so gestaltet, damit die Schüler die neu erlernte Sprache so kommunikativ, wie möglich nutzen können. Die Aktivitäten können ein Rollenspiel oder Präsentation oder Feedbackgeben von einem Interview sein. Hauptsache ist, dass der Schüler bei der Aufgabe seine Sprachkompetenzen nutzt.
Auch wichtig ist, dass die Schüler mit anderen Schülern reden. Wenn jeder Schüler nur mit dem Lehrer redet, hat er eine Minute Zeit. Bei der Partnerarbeit hat er vielleicht fünfzehn. Das ist schon ein Unterschied! Ganz viele Lehrer vergessen es, die Schüler einfach lernen zu lassen.
Nach meiner Erfahrung ist der Vorteil bei dieser Methodik die Flexibilität. Man kann die Elemente variieren um den Unterricht spannend und interessant zu machen. Die Schüler sind motivierter zu lernen, weil sie engagiert sind. Eine gut Ergänzung zur Lernerlebnis ist die Verwendung von Multimedien im Unterricht.
Aktualisiert (Dienstag, den 12. April 2011 um 16:32 Uhr)